NEW YORK, ENTLEBUCH UND DER MUT, SEINEN EIGENEN WEG ZU GEHEN.
14. Sept.
3 Min. Lesezeit
Ein bisschen Sapperlott. Ein bisschen New York. Und ganz viel Michelle.
Viele unserer Kundinnen und Kunden kennen Michelle noch aus dem Sapperlott. Sie hat im Laden ausgeholfen, beraten, erzählt, gelacht – und vor allem eines getan, ohne es wahrscheinlich selbst zu merken: Menschen für sich eingenommen.
Auch heute, zwei Jahre nachdem sie die Schweiz Richtung New York verlassen hat, hören wir immer wieder: „Wie geht es eigentlich Michelle?“ Oder: „Ist sie noch in New York?“
Und jedes Mal müssen wir ein bisschen schmunzeln. Denn ja – sie ist noch da. Mitten in Manhattan. Und sie macht ziemlich genau das, was sie schon als kleines Mädchen ausgezeichnet hat: Wenn sie etwas wirklich will, steckt sie ihr ganzes Herz hinein.
EIN SONNENSCHEIN MIT ZIEMLICH VIEL EHRGEIZ.
Michelle war schon als Kind ein kleiner Sonnenschein. Offen, herzlich, neugierig – und mit dieser besonderen Art, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Stillstehen gehörte allerdings nie zu ihren grossen Talenten. Golf mit sechs, Einradfahren, Skifahren, Snowboarden, Musik, Jonglieren – und jedes Jahr mit grosser Begeisterung eine Woche Kinderzirkus. Wenn sie etwas faszinierte, wollte sie es nicht einfach ausprobieren. Sie wollte es können. Golf brachte sie schliesslich an die Kanti Schüpfheim in den Talentbereich. Und dort passierte etwas, das damals wohl noch niemand als Wegweiser nach Manhattan erkannt hätte: Michelle entdeckte das Musical und sie wurde ein Teil von "West Side Story" und "Made in Dagenham" – Bühne, Schauspiel, Menschen, Geschichten. Irgendetwas war da; faszinierend, ansteckend.



UND DANN KAM NEW YORK.
Zuerst allerdings ganz vernünftig: Wirtschaftspsychologie in Luzern. Und danach etwas weniger vernünftig. Dafür umso mehr Michelle. Sie ging nach New York und absolvierte am William Esper Studio mitten in Manhattan ihre zweijährige Schauspielausbildung. Eine Stadt, die laut ist, bunt, verrückt, manchmal anstrengend und voller Möglichkeiten. Eigentlich ziemlich passend für sie. Heute arbeitet sie an verschiedenen Projekten, liebt Schauspiel, Bühne und Stage Combat und baut sich Schritt für Schritt ihren eigenen Weg auf. Von aussen klingt „Schauspielerin in New York“ ziemlich glamourös. In Wirklichkeit steckt dahinter sehr viel Arbeit, Durchhaltevermögen, Unsicherheit – und der Mut, trotzdem weiterzumachen.

ZWISCHEN MANHATTAN UND BERGEN.
So sehr Michelle New York liebt, ein Teil von ihr ist erstaunlich schweizerisch geblieben. Sie vermisst ihre Familie. Ihre Menschen. Die Natur. Und ganz besonders die Berge – dieses Gefühl von Freiheit und Unbeschwertheit, wenn man oben steht und für einen Moment alles weit weg scheint. Vielleicht braucht es manchmal genau diese Gegensätze: Manhattan und Berge. Laut und still. Bühne und Heimat. Mut und Zweifel. Und vielleicht muss man gar nicht zwischen zwei Welten wählen. Vielleicht darf man einfach in beiden ein Stück zuhause sein.

UND SAPPERLOTT?
Ganz weg war Michelle hier übrigens nie. Auch aus New York gibt es Nachrichten, Ideen, Meinungen und Unterstützung im Hintergrund. Und manchmal natürlich auch ein sehr klares: „Mami, das kannst du so nicht machen.“ 😉 Ein bisschen Sapperlott ist also mit nach New York gezogen. Und vielleicht ist genau das „Living with Character“: seinen eigenen Weg zu gehen, neugierig zu bleiben, mutig zu sein – und trotzdem nie ganz zu vergessen, wo man herkommt.

SRF – MICHELLE. NEW YORK. UND 40 MINUTEN PODCAST.
Im Podcast «Die fünfte Schweiz» erzählt Michelle selbst von ihrem Weg vom Entlebuch nach New York und dem Leben zwischen Traum und Realität.
UND WOHIN DER WEG FÜHRT?
New York? Zurück in die Schweiz? Oder irgendwann ganz woanders hin? Wir wissen es nicht. Und das ist auch gut so. Denn die schönsten Wege sind selten die, die schon fertig geplant sind. Hauptsache, es bleibt ihr eigener.
Und egal, wo sie landet: Ein bisschen Heimat reist immer mit.



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